Zwiebelkuchen ist ein typisches Herbstgericht eher aus dem Süden Deutschlands, dass aber auch im Norden viele Freunde gefunden hat.
Zutaten Grundteig (Pizzateig)
- 500 g Mehl (Vorschlag: Dinkelmehl, Weizenmehl oder 420 g Weizenmehl und 80 g Maisgrieß (Polenta))
- 1 Würfel Frischhefe
- 250 ml Wasser, handwarm
- 1 Teelöffel Salz
- 1 Prise Zucker
- 2 Esslöffel Öl
Tipp: Alternativ kann der Flammkuchenteig ohne Hefe genutzt werden, besonders wenn ein dünner und krosser Boden gewünscht wird.
Zutaten Belag
- 750 g Gemüsezwiebeln, fein in Ringe geschnitten
- 100 g Speck, fein gewürfelt
- 1 Teelöffel Kümmel
- 1 Stengel frischer Majoran, fein gehackt
- etwa 100 ml Sahne
- 3 Eier
- eine Prise Salz
- etwas Pfeffer, frisch gemahlen
Für den Belag Zwiebeln und Speck in 1 Teelöffel Öl anbraten und dünsten, dabei Kümmel und Majoran zugeben. Für die Sauce separat Sahne mit Eiern und Gewürzen verquirlen.
Für den Vorteig das handwarme Wasser mit der Hefe, Zucker und Salz in der Maschine oder per Hand verrühren und etwa 15 Minuten gehen lassen, bis der Vorteig kleine Blasen wirft. Anschließend für den Knetvorgang abwechselnd Mehl und Öl dazugeben und etwa 10 Minuten durch die Maschine kneten lassen oder von Hand kneten, bis der Teig geschmeidig wird. Dann den Teig in der Schüssel mit einem Tuch abgedeckt an einem warmen Ort (etwa 35°C sind optimal, gern den Backofen nutzen) etwa 40 Minuten gehen lassen.






Im Anschuss den Teig halbieren und auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund und ausrollen. Die beiden Teiglinge Formen oder Springformen geben und den Rand etwas hochziehen. Nun leicht mit etwas Olivenöl einstreichen, damit sie nicht durchfeuchten, und im Anschluss belegen. Dazu zuerst die Zwiebelmischung auf den Teig geben, das Ganze anschließend mit der Sauce bedecken.





Gebacken wird im Ofen bei 200°C (Umluft) für etwa 30 – 40 Minuten. Wird der Teig sehr dünn ausgerollt, sind 15-20 Minuten ausreichend um alles goldbraun werden zu lassen. Zum Schluss des Backvorgangs kann man das Ganze leicht mit Parmesan überstreuen und etwas weiter backen lassen, so dass der Käse zerlassen wird. Guten Appetit.
Tipp: Der Teig kann problemlos 1-2 Tage im Kühlschrank kühl gelagert werden, die langsame Reifung sorgt sogar dafür, dass der Teig dann besonders gut schmeckt. Der Teig eignet sich aber auch zum Einfrieren. Zum weiteren Verarbeiten ist es praktisch, wenn der Teig bereits ausgerollt eingefroren wird, die einzelnen Zwiebelkuchen-Teiglagen werden dabei jeweils durch eine Backpapierlage getrennt. Wie alles Gefriergut muss auch der Teig dann luftdicht verpackt werden, damit er saftig bleibt. Auftauen kann der Teig dann über Nacht im Kühlschrank oder man lässt ihn bei Zimmertemperatur, nochmals etwas gehen und dann belegt dann wie gewohnt. Die Option hilft für schnelle Zubereitung bei akutem Hunger in der Familie, der Zwiebelkuchen hat dennoch einen frischen Belag.
Tipp 2: Zwiebelkuchen wird gern mit dem ersten Wein des Jahres (Federweißer) serviert. Der unfiltrierte Jungwein stammt aus weißen Rebsorten. Er schmeckt wegen der noch nicht beendeten Gärung spritzig und ist im Kühlschrank nur einige Tage haltbar. Aber Vorsicht beim Verkosten, der noch junge Wein steigt auch mit dem reichhaltigen Zwiebelkuchen genossen rasch zu Kopf.