Pilze und Kräuter schmecken gut getrocknet intensiver als eingefroren und sind eine leckere Würzzugabe für den Winter. Zuvor leicht putzen abder nicht waschen. Am Besten trocknet man im Schatten, ideal ist die Küche, wenn es im Sommer warm und die Luft trocken ist. Kräuter werden in Sträuße gebunden und kopfüber aufgehängt. Die Trocknung dauert zwei bis drei Wochen, je nach Kraut. Beifuß ist ein gutes Würzkraut für den Gänsebraten, Salbei zu Fleischgerichten, Pfefferminze zu Joghurtsaucen. Im Bild sind Pfefferminze und Salbeisträußchen zu sehen. Pilze und Chili werden auf Zwirn aufgefädelt und hängen die Ketten aufgehängt.
Nach dem Trocknen werden die Blätter der Kräuter abgestreift. Pfefferminze kann man als Blättchen von Stielen abgestreift am besten im Ganzen aufbewahren, das hält das Pfefferminze im Blatt und intensiviert den Geschmack der Pfefferminze. Diese wird erst frisch vor Verbrauch durch ein Sieb gerieben. Salbei wird nach dem Trocknen fein gerieben und durch ein Sieb gegeben, das ergibt ein feines Würzpulver zum Aufbewahren. Estragon oder Oregano wird nach der Ernte in Blättchen im Ofen bei 40°C für mindestens 6-8 Stunden getrocknet um den natürlichen Trocknungsvorgang an der Sonne nachzuahmen. Dann werden die trockenen Blättchen grob zerrieben in einem braunen Glas oder im Dunklen aufbewahrt. Alternativ können diese Kräuter auch in Sträußen an der Luft auf natürliche Weise mehrere Wochen trocknen.


Kräuter wie getrockneter Rosmarin oder getrocknete Chilischoten können im Mixer pulverisiert werden.
Pfifferlinge werden im Ganzen im Glas aufbewahrt. Sie trocknen wie erwähnt aufgefädelt auf einer Schnur an der Luft. Auch hier kann die Trocknung 2 bis 4 Wochen dauern.
Alternativ bietet sich an die Dörrfunktion im Backofen zu nutzen (die sich im Übrigen auch zur Herstellung von Paprikapulver aus roten Spitzpaprika eignet). Auch Jalapeño können so im Ganzen gedörrt werden, brauchen aber mindestens 12-24 Stunden bei 70°C mit Crispfunktion.



Bei 60 – maximal 70°C für 5-8 Stunden wird zumeist gedörrt, abhängig von der Dicke der möglichst gleichmäßig dünn geschnittenen Dörrgutes (1 mm). Gut, wenn die Solaranlage im Sommer den Strom dazu liefert ;).
Die Dörrfunktion kann auch zum Haltbarmachen von mit der Reibe geraspelter Zitronen- oder Orangenschale dienen (40 -50°C für etwa 2 Stunden). Dabei sollten nur Biofrüchte verwendet werden, um keine Pestizide von der Schale mit zu nehmen. Beim Raspeln wird nur die gelbe oder orange Schale genutzt, die weiße Haut darunter ist bitter und liefert kein Aroma, wie es für Milchspeisen, Saucen oder zum Backen verwendet werden kann.
Im Bild unten sind Pfifferlinge im Ganzen aufgefädelt. Steinpilze schneidet man eher blättrig vor dem Auffädeln oder besser dem Dörren, damit sie gut durchtrocknen können.





















