Zunächst einmal etwas ‚Tintenfischkunde‘: Zunächst hießen die Tiere Polypen (grch. polys + pous, podos = Vielfüssler), so hatte sie Aristoteles beschrieben. Seit 1797 wurden sie etwas genauer Kopffüßer (grch. Cephalos + pous, podos = Kopffüssler) bezeichnet, passend für Weichtiere, auf deren Rumpf oder Fuß ein Kopf mit mehreren Armen sitzt. Alle Tintenfische besitzen als besonderes Organ einen Tintenbeutel, der eine Flüssigkeit enthält, die ein bedrohtes Tier ausstößt, um sich in einer Farbwolke durch Flucht in Sicherheit bringen zu können. Ein Merkmal der Unterscheidung in Untergruppen ist die Anzahl der Arme: der Pulpo (auch Krake oder Oktopus) besitzt acht Arme, Kalmare und Sepien sind zehnarmige Tintenfische.

Kulinarisch ist der sackförmige Körper des Pulpo mit seinen acht mit Saugnäpfen besetzten Fangarmen eine Delikatesse, wenn er richtig zubereitet wird. Der vom Körper her länglich geformte Kalmar hat in der Küche hingegen vor allem als Tintenfischring Freunde gefunden („Calamari fritti“). Sepien dagegen haben helles Fleisch, das sich sehr gut zum Grillen und Schmoren eignet. Sie sind vom Körper her eher flach, oval bis rund und haben im Rücken als Besonderheit eine kalkhaltige Schale mit gasgefüllten Kammern, die der Sepia Auftrieb verleihen (am Strand manchmal als „Sepiaschale“ zu finden). Ihre Sepiatinte wird übrigens zum Färben von Lebensmitteln (z.B. Pasta) verwendet.

Zutaten

  • 2 Arme eines etwa 1 kg schweren vorbereiteten Oktopus/Pulpo
  • etwas Aioli
  • 2 mehligkochende Ofenkartoffeln (jede etwa 200 g) – oder alternativ kleine festkochende Kartoffeln, die als Bratkartoffeln mit Limettensaft, Senf und Rosmarin oder mit Chili zubereitet werden
  • etwas Olivenöl
  • 1 Avocado
  • Saft von 1/2 Limette
  • 1 rote Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Teelöffel Honig
  • 1 Handvoll Petersilie, fein gehackt und zum Garnieren
  • 1/2 Bund Schnittlauch, fein gehackt
  • etwas Salz
  • etwas schwarzen Pfeffer, frisch gemahlen
  • etwas Aioli oder frisch gepresster Knoblauch

Für Ofenkartoffeln: Mit Olivenöl eingeriebene Kartoffeln im auf 180°C vorgeheizten Ofen (Ober-/Unterhitze) auf der mittleren Schiene etwa 50 Minuten garen. Sie sind fertig, wenn sie beim Einstechen keinen Widerstand mehr geben.

Für Bratkartoffeln: Kleine festkochende Kartoffeln in Olivenöl bei mittlerer Hitze langsam durchbraten, zum Ende hin mit etwas Limettensaft, Senf und Rosmarin bestreuen.

Das Fruchtfleisch der entkernten Avocado mit einer Gabel fein zerdrücken und mit einem Spritzer Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Zwiebel mit Limettensaft und Honig in einen kleinen Topf geben und einmal aufkochen lassen.

Vorbereitete Pulpoarme unter kalt abspülen und trocken tupfen. Pulpo in heißem Olivenöl bei mittlerer Hitze etwa 6-8 Minuten kross anbraten.

Ofenkartoffeln längs einschneiden, auseinander drücken und mit Aioli, Avocadocreme und einigen Kräutern befüllen. Alternativ die Bratkartoffeln mit Aioli und Avocadocreme servieren. Die Pulpoarme darauf oder dazulegen, alles mit den Kräutern und der Zwiebelsauce garniert servieren.

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